Pokal gegen Goslar verloren

Nach der Pause ist Goslar zu stark für Bovenden

Fußball-Bezirkspokal: Nach 1:0-Halbzeitführung unterliegt der BSV dem GSC noch mit 1:4.

Der Favorit hat sich durchgesetzt. Im Viertelfinalspiel um den Fußball-Bezirkspokal konnte Bezirksligist Bovender SV Bezirksoberligist Goslarer SC nur 45 Minuten lang in Schach halten und verlor auf dem Platz am Südring letztlich deutlich mit 1:4 (1:0).
Von Eduard Warda
Bovenden. Die Spieler des Goslarer SC feierten nach dem Schlusspfiff den Erfolg beim Bezirksligisten wie die Meisterschaft. Nanitamo tanzte inmitten eines Spielerkreises wie weiland Atouba beim HSV – noch zur Pause hatten die Gäste mit 0:1 zurückgelegen.
Rund 150 Zuschauer sahen in der ersten Hälfte eine diszipliniert agierende Bovender Mannschaft, die den spielerischen und läuferischen Vorteil des Gegners mit viel Einsatz wettmachte. Einer Ganzfeldpresse im Basketball ähnlich, machte der BSV die Räume im Mittelfeld eng.
Zudem begünstigten Nachlässigkeiten in der Hintermannschaft des GSC einige gute Möglichkeiten des Gastgebers. So verfehlte Ghazis Schuss in der 12. Minute nur knapp sein Ziel. Für die Führung sorgte schließlich Dellemann per Strafstoß, nachdem GSC-Keeper Möhlenbrock Ghazi von den Beinen geholt hatte (34.).
Angeführt von Aktivposten Doric, erhöhten die Gäste vor der Halbzeit den Druck, konnten den Ball jedoch mehrfach nicht im BSV-Gehäuse unterbringen. GSC-Coach Goran Barjaktarevic war bis dato gar nicht zufrieden mit seinem Team: „Wir wollten Ruhe in die Partie bringen, uns aber in der Defensive nicht austanzen lassen wie vor dem 0:1“, schimpfte der Trainer. Was folgte, war eine deftige Halbzeitansprache.
Schützenhilfe des BSV
Dass die GSC-Akteure gut zugehört hatten, stellten sie in der zweiten Hälfte unter Beweis. Bereits die ersten fünf Minuten nach der Pause rissen den BSV aus allen Pokalträumen. Allerdings leisteten die Bovender auch Schützenhilfe: Beim ersten Angriff nach Wiederanpfiff, der durch Akkoyun zum 1:1 führte, standen die BSV-Akteure Spalier (46.), vier Minuten später patzte der ansonsten sichere Orth (50.).
Goslar, das bereits eineinhalb Stunden vor Spielbeginn eingetroffen war, um Aufwärmeinheiten zu absolvieren, zog nun das Tempo an und zeigte einige schöne Angriffe. Beim Gastgeber machte sich hingegen der Kräfteverschleiß bemerkbar. Als Hosang in der 86. Minute die größte Chance des BSV zum zweiten Treffer verpasste, stand es bereits 1:3. Die Schlussminute brachte noch Gelb-Rot für Dellemann und ein weiteres Gegentor. „1:4 ist ein bisschen zu hoch“, resümierte BSV-Coach Stefan Claus, „andererseits muss man neidlos anerkennen: Das ist eine absolut gute Riege.“ Seinem Team attestierte er, in der ersten Hälfte „Superfußball“ gespielt zu haben. Sein Gegenüber Barjaktarevic blickte bereits wieder in Richtung Bezirksoberliga-Punktrunde und tadelte Knut Nolte, Coach von Titelkonkurrent SVG, der im Hinblick auf die finanziellen Anstrengungen des GSC von dessen Verpflichtung zum Aufstieg gesprochen hatte: „Wir müssen nicht aufsteigen. Mein Job ist sicher für drei Jahre, ich baue hier etwas auf.“
BSV: Orth – Hosang, Ratsch, D. Dietrich – Bogner, Noureddine, Vollbrecht, Anschütz – F. Dietrich (82. Müller), Ghazi (86. Mahdi)– Dellemann. – Tore: 1:0 Dellemann (34./FE), nach Foul an Ghazi; 1:1 Akkoyun (46.), steht kurz nach der Pause völlig frei; 1:2 Wilking (50.), profitiert von Orth-Fehler; 1:3 Ahmi (73.), verwertet scharfe Hereingabe von Wilking; 1:4 Dähling (90.), trifft per Freistoß. – Bes. Vorkommn.: Gelb-Rot für Dellemann wegen Meckerns (90.).



Paarlauf: GSC-Akteur Hannes Wilking (links) im Zweikampf mit Hassan Noureddine.